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Elektrosmog

 

Ist elektromagnetische Strahlung wirklich schädlich für unsere Gesundheit?

 

Durch elektromagnetische Abstrahlung aller Art entsteht in der Umgebung des Menschen eine Überlagerung von elektromagnetischen Feldern, die als Elektrosmog bezeichnet wird. Der Begriff »Elektrosmog« ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus dem englischen »smoke« für Rauch und »fog« für Nebel und soll damit den umweltbelastenden Faktor der künstlich erzeugten Felder herausstellen. Fachleute fassen das gesamte Gebiet der nicht-ionisierenden Strahlung unter den Begriffen »EMF« (Elektro-Magnetisches Feld).
Die zunehmende Technisierung unseres Lebensumfeldes hat dazu geführt, dass elektromagnetische Felder allgegenwärtig sind. Allerdings wäre hier gleich zu erinnern, daß es nicht nur technische Quellen solcher Felder gibt, sondern auch natürliche, wie die Sonne. Technische Quellen sind zum Beispiel: häusliche Stromleitungen, Sicherungskästen, Computer, TV, Halogenlampen, Mobil- und Funktelefone, Haartrockner und Elektrorasierer etc. Durch Elektrosmog können sich nicht nur elektrische Geräte gegenseitig stören, er wirkt auch auf den menschlichen Körper. Der Organismus reagiert auf die elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder um sich herum, wobei die biologischen Wirkungen von deren Art, Frequenz und Stärke abhängen. Wird der Idealzustand des menschlichen Körpers durch EMF beeinflusst, können die steuernden Befehle des Gehirns nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Es kann teilweise sogar zu Fehlsteuerungen kommen.
Ebenso kommt es zur Fehlregulation im Zellstoffwechsel mit der Folge von Organfehlfunktionen und bei langzeitigem Einfluss kann es eventuell sogar zu Gewebsveränderungen kommen. Der Mensch kann erkranken.


Wie berechtigt ist die Angst vor elektromagnetischer Strahlung der drahtlosen Telefonen?

 

Die neueste Untersuchung schwedischen Wissenschaftler hat gezeigt, dass die Basisstation einigen Schnurlos-Telefonen, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, starke elektromagnetische Strahlung von 6 Volt auf ein Meter senden, wobei die Grenzwert bei 0.05 Volt liegt. Digital verstärkte Schnurlos-Telefone strahlen und wenn sie nicht benutzt werden, können den Hirntumor verursachen. "Wenn Sie Schnurlos-Telefon mit der Basisstation im Haus haben, bedeutet das, dass Sie das Haus mit gepulsten Mikrowellen gefüllt haben", betont Aleksander Philips, Mitglied des "Powerwatch", Gruppe für Umweltschutz.


Elektrosmog auf Rädern


Wer Auto fährt, ist oft starkem Elektrosmog ausgesetzt. Doch nur ein Teil der niederfrequenten Magnetfelder entsteht durch die Elektronik im Fahrzeug. Forscher der Fachhochschule Biel weisen in einer Studie nach, dass die aus gesundheitlicher Sicht problematischen Felder zum grössten Teil von den Pneus stammen. "Die Magnetfelder stammen aus den magnetisch geladenen Stahleinlagen der Reifen", sagt Karl Meier, Leiter des Forschungsbereichs Automobiltechnik. Sobald die Räder drehen, entstehen Wechselfelder in beträchtlicher Stärke; die Frequenz hängt dabei von der Drehzahl bzw. von der Geschwindigkeit ab. Im innern der Autos waren bei den Tests die Magnetfelder im Fussbereich der Vordersitze sowie auf dem Fücksitz am stärksten: Die Flussdichten betrugen im Mittel 3000 bis 10 000 Nanotesla. Auf Kopf- und Beckenhöhe des Fahrers lagen die Werte bedeutend tiefer. Die in der Studie nachgewiesenen Feldstärken übertreffen Werte wie die eines Radioweckers oder einer Halogenlampe, die bei vielen Menschen u.a. für Migräne und Schlafstörungen sorgen, um ein Vielfaches. Sie liegen auch weit über dem Anlangengrenzwert für neue Hochspannungsleitungen und Trafostationen. Dieser liegt für Orte mit empfindlicher Nutzung (Wohnungen, Schulen usw.) bei 1000 Nanotesla.

Hohe Werte gibt es in jedem Haushalt

 

Das Auto ist mit bis zu 10 000 Nanotesla nur eine von vielen Quellen für Magnetfelder. In jedem Haushalt sorgen zahlreiche Elektrogeräte ebenfalls für magnetische Felder. Niederfrequente magnetische Wechselfelder entstehen durch den in Leitungen, Installationen und Geräten fliessenden Wechselstrom - also immer dann, wenn ein Gerät eingeschaltet bzw. in Betrieb ist. Gemessen wird die Feldstärke in Tesla bzw. Nanotesla (µT). Der baubiologische Richtwert für Schlafzimmer liegt bei 20 µT. Mit zunehmendem Abstand nimmt die Feldstärke rapid ab. Die folgenden Werte wurden, wo nichts anderes erwähnt ist, im Abstand von 30 Zentimetern gemessen:

  • elektrische Fussbodenheizung: preko 50 000 µT (Abstand 3 cm)
  • Staubsauger: bis 20 000 µT
  • Bohrmaschine: 2 000 bis 16 000 µT
  • Heizdecke: 2 000 Nanotesla
  • Wachmaschine: 2000 bis 8400 µT (Abstand 1 cm)
  • Radiowecker: 2250 µT
  • Halogen-Nachttischlampe: 300 bis 1500 µT
  • Babyfon: 300 bis 850 µT.

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